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SiGi: "Sichtbarkeit innovativer Gründerinnen und Gründer"

SiGi: Sichtbarkeit innovativer Gründerinnen und Gründer
Welche Aktivitäten verhelfen Start-ups von Frauen dazu, bei relevanten Zielgruppen "auf dem Radar" zu erscheinen? Was behindert die Sichtbarkeit innovativer Gründerinnen, was befördert sie? Mit diesen Fragen befasst sich das Forschungsprojekt "Sichtbarkeit innovativer Gründerinnen (SiGi)", verankert am Institut für Mixed Leadership (IML) und Institut für Entrepreneurship (IFE) der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS).
„Sichtbarkeit ist ein unternehmerisches Instrument, mit dem Start-ups sich wichtige Ressourcen wie Kundenkontakte, mediale Aufmerksamkeit oder Wagniskapital beschaffen können. Sind Gründerinnen nicht sichtbar, fehlen zudem Rollenvorbilder, die mehr Frauen motivieren zu gründen. So geht Potenzial für gesellschaftliche Akzeptanz und Innovationskultur verloren“, erläutern die Projektleiterinnen Prof. Dr. Veronika Kneip und Dr. Melanie Slavici.
Hier stellt SiGi zusammen mit uns innovative Gründerinnen aus unterschiedlichen Bereichen vor. Mehr zum Thema erfahren Sie auf der Fachtagung "Sichtbarkeit innovativer Gründerinnen und Gründer" vom 3. bis 4. April 2025.
Michelle Spitzer, CMO, CHRO & Head of Corporate Sustainability
Nachhaltig und ressourcenschonend: Zellstoff aus Ananaspflanzen
Die Welt steht vor großen ökologischen Herausforderungen - von übermäßiger Landnutzung bis hin zum verantwortungslosen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Gerade in der Landwirtschaft werden pflanzliche Reststoffe häufig nicht nicht nachhaltig verwertet.
Michelle Spitzer setzt sich als Mitbegründerin und Head of Corporate Sustainability bei eco:fibr dafür ein, genau diese Problematik anzugehen. Mit ihrem interdisziplinären Team ein innovatives und umweltfreundliches und umweltfreundliches Verfahren entwickelt, um Zellstoff aus den Resten der Ananaspflanze zu gewinnen. Damit bietet eco:fibr der Papier- und Verpackungsindustrie eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Holzfasern.
Ihr Engagement für ökologische Verantwortung und nachhaltige Lösungen treibt Michelle an, eco:fibr kontinuierlich weiterzuentwickeln - mit dem Ziel, eine umweltfreundlichere Zukunft zu gestalten.
Angemeldete Schutzrechte
- eingetragene Marken DE 302020233624
- Patent ist angemeldet
Alle Schutzrechtsdokumente können Sie in DPMAregister einsehen.
Joana Gil, Founder/CEO Lignopure GmbH

Innovationen für eine grünere Zukunft
Schon in jungen Jahren wusste Joana Gil um den Wert natürlicher Ressourcen. Diese Einstellung führte sie später zu einer Karriere in der Abfallverwertung und der Umwandlung von Industrieabfällen, insbesondere von Lignin, einem organischen Polymer, das als Nebenprodukt bei der Papier- und Ethanolherstellung anfällt.
Durch ihre Forschung entdeckte Joana das enorme Potenzial von Lignin, das in vielen Bereichen genutzt werden kann, insbesondere in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Im Jahr 2018 gründete sie zusammen mit Wienke Reynolds und Daniela Arango das Unternehmen Lignopure, das sich auf die Entwicklung von Lösungen auf Ligninbasis spezialisiert hat. Ihr Ziel ist es, nachhaltige Produkte auf Basis fundierter wissenschaftlicher Forschung zu schaffen.
Im Jahr 2023 brachte Lignopure die erste Lignin-basierte Produktlinie für die Kosmetikindustrie auf den Markt und setzte damit einen wichtigen Meilenstein in der nachhaltigen Produktentwicklung.
Joana Gil und ihr Team setzen weiterhin auf Innovation und Nachhaltigkeit, um die Bioökonomie zu stärken und eine grünere Zukunft zu gestalten.
Angemeldete Schutzrechte
- mehrere Marken, u.a. EM 018338464 Lignopure
- Patent DE 10 2014 108 841.7 Verfahren zur Desodorierung von Lignin
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Tanja Zirnstein, Geschäftsführerin der UVIS UV-Innovative Solutions GmbH

Innovationen zur Förderung der Hygiene im öffentlichen Raum
Die Kölner Firma wurde im Jahr 2016 von den Geschäftsführerinnen Tanja Zirnstein und Katharina Puhl gegründet. Die erste Produktidee hatten die beiden Gründerinnen bereits während ihrer gemeinsamen Schulzeit im Jahr 2010, als die Schweinegrippe in Deutschland auftrat und die öffentliche Sauberkeit und Hygiene im Fokus stand. Um das Risiko einer Infektion an öffentlichen Orten zu minimieren, entwickelten die beiden Gründerinnen das UVC-Desinfektionsmodul ESCALITE, welches die Handläufe von Rolltreppen desinfiziert. Diese erste Idee führte zu einem patentierten Produkt und legte somit den Grundstein für die spätere Firmengründung.
Heute besteht die Produktpalette von UVIS aus dem patentierten Desinfektionsmodul für Fahrtreppenhandläufe ESCALITE, den mobilen UVC-Desinfektionsgerät SOLUVA Zone H und der antimikrobiellen Oberflächenbeschichtung TiTANO. Kundenspezifische Entwicklungen und Beratungsleistungen zum Einsatz der UVC-Technologie und Bürohygiene-Workshops für Unternehmen, um Mitarbeiterkrankheitstage zu reduzieren, gehören inzwischen ebenso zum Angebot von UVIS.
Angemeldete Schutzrechte
- mehrere eingetragenen Marken, u.a. EM 016288417 UVIS
- Patent DE 50 2011 005 475 HANDLAUFDESINFEKTIONSVORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM DESINFIZIEREN EINES HANDLAUFES
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Bilder: DPMA
Stand: 11.03.2025
Wir schützen nicht nur Innovationen.
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